Ein Mann und eine Frau sind am Samstag bei einem Absturz eines Kleinflugzeuges in den Sextner Dolomiten in Südtirol ums Leben gekommen.
Nach Angaben der Rettungskräfte war die Maschine in der Nähe der 3.145 Meter hohen Dreischusterspitze aus bisher ungeklärter Ursache abgestürzt. Die Bergung, die sich in dem unwegsamen Gelände schwierig gestaltete, war vorerst noch im Gange.
Es hätte ein Samstag-Ausflug in die Sextner Dolomiten werden sollen. Bei wunderschönem Wetter und bester Aussicht stiegen Claudio Rosset (50) und Michela Marconi (42) - beide aus Pordenone - heute in ihr Leichtflugzeug, nichtsahnend, dass ihr Tag ein tragisches Ende nehmen sollte.
Der Flug hätte die beiden von Pordenone in die Sextner Dolomiten bringen sollen. Nach einem Zwischenstopp in Toblach stiegen Claudio Rosset und Michela Marconi wieder in die Maschine und starteten, als sich kurze Zeit später unterhalb der Dreischusterspitze, die sich auf rund 3.165 Meter befindet, der tragische Unfall ereignete. Der Pilot stürzte aus bisher ungeklärter Ursache mit seiner Maschine ab. Sowohl für Claudio Rosset als auch für Michela Marconi kam jede Hilfe zu spät. Sie waren rund 1000 Meter in die Tiefe gestürzt und auf stark felsigem Gelände aufgeprallt.
Großaufgebot an Rettungskräften und eine schwierige Bergung! Ein Großaufgebot an Rettungskräften, die über die Landesnotrufzentrale alarmiert worden waren, eilten zum Unfallort: Neben dem Rettungshubschrauber Aiut Alpin Dolomites trafen der Hubschrauber der Carabinieri von Innichen, die Bergrettung von Innichen und die Freiwillige Feuerwehr ein. Für die beiden Verunglückten konnten die Rettungskräfte nichts mehr tun. Unter schwierigen Bedingungen wurden die beiden Leichname geborgen. Noch ist unklar wie es zu dem tragischen Unfall kam: Die Carabinieri von Innichen leiteten die Ermittlungen zum Unfallhergang ein.
Claudio Rosset, der als Architekt arbeitete, war in der Vergangenheit Vize-Bürgermeister von Pordenone. Er war Mitglied des Flugvereins "La Comina", der in Pordenone seinen Sitz hat. Gemeinsam mit seiner 42-jährigen Begleiterin Michela Marconi war er heute bereits am frühen Morgen gestartet, um die Südtiroler Bergwelt aus der Luft zu erkunden. Rosset war bereits Opfer eines Flugzeugabsturzes! Der 50-Jährige war bereits im Jahr 2001 Opfer eines Flugzeugabsturzes. Damals prallte er mit der Maschine, in welcher er und ein Kollege saßen, genau auf dem Platz vor der Kirche "San Lorenzo" in Pordenone auf. Rossett und sein Begleiter hatten damals Glück im Unglück und kamen mit Verletzungen davon. 2003 wurde Rosset allerdings zu einer Geldstrafe verurteilt, da er mit seinem Flugzeug angeblich den vorschriftsmäßigen Sicherheitsabstand zu bewohnten Gebieten nicht eingehalten hatte.
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